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Wasserpfeifen sind nicht harmlos!


Geschichte und Funktionsweise

Bild einer Wasserpfeife

Die Wasserpfeife sieht harmlos aus und der eine oder andere findet sie auch hübsch.

Die heutige Form entstand im Ägypten des 16. Jahrhundert. Um die Shisha entwickelte sich eine Gemeinschaftskultur, die bis heute Bestand hat. Die Popularität der Shisha verbreitete sich im Iran und übertrug sich von dort in weite Teile der arabischen Welt. Je nach Land wird die Wasserpfeife auch Shisha, Nargile, Hookha, Goza oder Hubble-Bubble genannt.

Die Shisha wurde in vielen arabischen Ländern ein fester Bestandteil der Kultur; das gemeinsame Rauchen wurde und wird bis heute als Symbol der Gastfreundlichkeit angesehen. Von dort aus wurde sie in die westliche Welt exportiert, in der sie im ausgehenden 20. Jahrhundert als Alternative zum Zigarettenrauchen Anklang fand.

Besonders in Europa erfreut sie sich heute wachsender Beliebtheit. In vielen Städten gibt es Cafés und Bars, in denen man Wasserpfeifen bestellen kann. Viele Menschen, vor allem junge, rauchen ihre Shisha auch in Parks oder anderen öffentlichen Orten.

(Bild: Fotolia.com)

Aufbau

Eine Shisha entspricht im Aufbau einer chemischen Waschflasche. Es gibt viele Shisha-Varianten. Sie können mit einer zerlegbaren Rauchsäule, Ablageteller aus anderen Materialien hergestellt sein. Die Größe der zusammengesetzten Shisha ist sehr unterschiedlich. Shisha-Cafés bieten meistens Pfeifen mit Höhen von 60 bis 90 Zentimetern an. Auch sogenannte Mini-Shishas mit einer Höhe von bis zu 40 Zentimetern sind mittlerweile erhältlich. Allen gemeinsam ist dennoch der Aufbau aus mindestens vier Teilen: Kopf, Rauchsäule, Wassergefäß und Schlauch mit Mundstück.

Das Wassergefäß (auch Bowl oder Vase genannt) ist häufig verziert und besteht aus Glas, Metall oder Acryl. Sowohl die Füllmenge als auch das Volumen haben Einfluss auf die Art und Weise des Rauchens.

Die Rauchsäule wird auf das Wassergefäß gesteckt oder geschraubt. Sie ist im Allgemeinen aus Metall, das mit Chrom oder Messing beschichtet wurde und verziert sein kann.

Der Kopf (auch Topf genannt) am oberen Ende der Rauchsäule ist ein kleines mit einem oder mehreren Löchern im Kopfboden versehenes Gefäß aus Keramik, Glas, Bimsstein oder Metall, das eine kleine Vertiefung aufweist, in die Tabak gelegt wird. Anstatt mit Tabak kann der Kopf ersatzweise auch mit aromatisierten Shiazo-Steinchen (Dampfsteinen) befüllt werden.

Der Schlauch befindet sich an einem "Rauchanschluss" an der Rauchsäule. Es gibt auch Shishas mit mehreren Rauchanschlüssen. Er besteht oft aus Leder, Latex, Kautschuk, Silikon oder Kunststoff und ist meist mit einer Spirale verstärkt, damit er nicht in sich zusammenfällt.

Funktionsweise

Um eine Shisha zu rauchen, wird das Wassergefäß teilweise mit Wasser gefüllt und die Rauchsäule darauf befestigt. Das Rohr der Rauchsäule muss dabei etwa zwei bis drei Zentimeter in das Wasser hineinragen und mit der Gefäßöffnung dicht abschließen.

Der Tabakkopf wird mit etwa 5 bis 10 Gramm Wasserpfeifentabak bzw. den Shiazo-Steinchen befüllt und durch ein feines Metallsieb oder eine gelöcherte Alufolie abgedeckt, auf welche später die glühende Kohle gelegt wird.

Durch Saugen am Mundstück entsteht in der Flasche ein Unterdruck, der bewirkt, dass durch den Kopf, die Rauchsäule und das Wasser das durch die Erhitzung des Tabaks bzw. der Dampfsteine entstehende Gemisch von Luft, Dampf, Rauchpartikeln und Aromastoffen nachgezogen wird.


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